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Frag nur…jeden Tag eine gute Tat im Helpdesk

Und da war sie wieder: Meine 3 Probleme. Kein Anstand. Kein Verständnis. Kein Interesse an Lösungsansätzen.

Ein wenig Anstand erwarte ich auch von meinem Anrufer. Wenn ich mich mit meinem Namen vorstelle und dem Gegenüber eine Begrüßung zukommen lasse erwarte ich dies auch. Leider hat bei dem ein- oder anderen scheinbar etwas in der Kinderstube nicht so korrekt funktioniert und es ertönt nur von meinem Gesprächspartner: „Ich habe eine Spammail bekommen.“

Ok. Wie du mir, so ich dir. So dass meine Antwort nicht ganz so professionell ausfiel: „Von mir war die nicht!“

Oft bekommt man den Anwender durch so eine irrationale Aussage wieder herunter und kann dann das Gespräch noch einmal unter der eigenen Gesprächsführung beginnen.

Ok, der Anrufer hat eine Spammail bekommen. Ich erkläre immer wieder gerne, wie ein Spamfilter funktioniert, dass immer schmaler Grat zwischen „zu stark filtern“ und „zu wenig filtern“ ist, da man ja auch keine wichtigen E-Mails im Spam wiederfinden will, da man diesen ja eh ignoriert. Ok. Ich stoße auf Verständnis.
Das Gespräch entwickelt sich zum Smalltalk – warum denn so viele Unternehmen Newsletter und Werbemails versenden. Ähm um ihre Produkte anzubieten und ihren Umsatz zu steigern?! Natürlich! Gerne verweise ich dann noch einmal auf einen
Zeitungsartikel im Hamburg Magazin der auf das Thema Onlinemarketing eingeht.

Ok hat mein Gegenüber auch verstanden. Weiter. Warum er denn immer diese E-Mails bekommt obwohl er sich doch nur bei bestimmten Newslettern angemeldet hat. Ok definieren wir noch einmal Spam (unerwünschte Werbung) und Newsletter (erwünschte Werbung). Kein Problem. Ich möchte ja nur meine Anwender glücklich machen, auch wenn ich das Gefühl habe heute wieder mehr Seelsorger als Techniker zu sein.

Weitere Fragen? Natürlich! Wo haben die Spammer denn die E-Mailadresse her? Machen wir mal zusammen google und suchen einfach mal nach der E-Mailadresse. Ach 6 Einträge? Das können die Spammbots auch. Wirklich? Wirklich!

Und wieder jemandem IT-Allgemeinbildung verschafft. Evtl. sollte ich zu den Pfadfindern gehen. Jeden Tag eine gute Tat!

Wenn der Computer mal wieder ein Passwort vergessen hat

Frühschicht. Na dann kann mich zumindest keiner meiner Kollegen mit seinen WoW Geschichten oder Onlinepoker-Erfolgen nerven. Gut 08:07 Uhr. Fast pünktlich.

Ein Tag beginnt erst nach dem 2. Kaffee. Während dieser Zeit kann ich erst einmal bei Facebook alle Frauen zwischen 12 und 67 anstupsen und meine privaten Spammails löschen.

08:54 Uhr. Gleich sollte mein Kollege im Büro erscheinen. Langsam müsste ich mich einmal an der Telefonanlage anmelden. Zum Glück hat der Monitorringrechner seinen 2. Kaffee heute Morgen nicht vertragen.
Und da klingelt es auch schon:

„Sie sind verbunden mit dem Helpdesk. Was kann ich für sie tun?“
„Ich kann mich nicht anmelden.“

Ich schaue in die Glaskugel auf meinem Schreibtisch. Wieder nichts. Da habe ich mir vor dem Kauf mehr versprochen.

„Wo können sie sich nicht anmelden?“
„Na am Computer!“
„Erscheint denn eine Fehlermeldung?“
„Ja.“
„Wrong username or password. Das blöde Ding hat mein Passwort vergessen.“
Panik kommt in mir auf. Nicht schon wieder einer dieser Rechner der ein Benutzerpasswort vergessen hat.
„Ihr Benutzername ist aber korrekt?“
„Natürlich. Den gebe ich jeden Tag ein! Nur heute hat der blöde Computer den automatisch groß geschrieben. Haben sie schon wieder ein Update gemacht?“
…..